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Das Buch

Byung-Chul Han macht in seinem neuen Buch deutlich, wie verloren der Einzelne in einer Gesellschaft zunehmender Individualisierung ist und warum wir dringend eine neue Lebensform brauchen.

Rituale sind symbolische Handlungen. Sie repräsentieren die Werte, die eine Gemeinschaft tragen. Sie bringen nach Karl Jaspers eine »Gemeinschaft ohne Kommunikation« hervor. Der digitalen Kommunikation aber, die ohne jede Form auskommt, wohnt eine Kraft inne, die der Gemeinschaftsbildung entgegenwirkt. Das Verschwinden des Anderen und das Verschwinden der Rituale bedingen einander, denn sie finden in einer Gesellschaft statt, die immer narzisstischer wird. In seinem neuen Buch erklärt der Philosoph Byung-Chul Han, welcher Zusammenhang zwischen dem Verschwinden der Rituale und dem Zustand unserer gegenwärtigen Gesellschaft besteht.

Der Autor

Byung-Chul Han, geboren 1959, studierte in Freiburg im Breisgau und in München Philosophie, deutsche Literatur und katholische Theologie. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher, darunter »Müdigkeitsgesellschaft«, »Transparenzgesellschaft« , »Die Errettung des Schönen«, »Psychopolitik« und »Die Austreibung des Anderen« . Bei Ullstein erschien zuletzt »Lob der Erde«.

BYUNG-CHUL HAN

VOM
VERSCHWINDEN DER

RITUALE

EINE TOPOLOGIE DER GEGENWART

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Ullstein

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ISBN 978-3-8437-1873-8

© 2019 by Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin
Umschlaggestaltung: Rudolf Linn
E-Book: Pinkuin Satz und Datentechnik, Berlin

Alle Rechte vorbehalten

INHALT

Über das Buch und den Autor

Titelseite

Impressum

Vorbemerkung

Zwang der Produktion

Zwang der Authentizität

Rituale des Schließens

Fest und Religion

Spiel um Leben und Tod

Ende der Geschichte

Reich der Zeichen

Vom Duell zum Drohnenkrieg

Vom Mythos zum Dataismus

Von der Verführung zum Porno

Literatur

Feedback an den Verlag

Empfehlungen

VORBEMERKUNG

Die Rituale markieren im vorliegenden Essay keinen Sehnsuchtsort. Sie dienen vielmehr als eine Kontrastfolie, vor der sich unsere Gegenwart schärfer konturiert. Ohne Nostalgie wird eine Genealogie ihres Verschwindens skizziert, die jedoch nicht als Emanzipationsgeschichte interpretiert wird. An ihr entlang werden sich die Pathologien der Gegenwart abzeichnen, vor allen Dingen die Erosion der Gemeinschaft. Es wird dabei über andere Lebensformen nachgedacht, die in der Lage wären, die Gesellschaft von ihrem kollektiven Narzissmus zu befreien.