Bosch, I. (2003): Illusies, over bevrijding uit de doolhof van destructieve emotiies. Amsterdam: Veen.
Bosch, I. (2011): Der Schlüssel zur inneren Heilung. Berlin: Ullstein.
Dirkx, C. & Koopmans, M. (1996): Feedback, commentaar geven en ontvangen. Zaltbommel: Thema.
Fittkau, B.; Müller-Wolf, H.M. & Schulz von Thun, F. (1994): Kommunizieren lernen (und umlernen). Aachen: Hahner Verlagsgesellschaft (Abschnitt: Psychologische Vorgänge in der zwischenmenschlichen Kommunikation).
Ijzermans, Th. & Bender, R. (2012): Wieder Ärger im Büro? Mit Emotionen am Arbeitsplatz konstruktiv umgehen. Hogrefe.
Ijzermans, Th. & Bender, R. (2013): Wie mache ich aus einem Elefanten wieder eine Mücke? Mit Emotionen konstruktiv umgehen. Göttingen: Hogrefe.
James, T. & Woodsmall, W. (1991): Timeline: NLP-Konzepte zur Grundstruktur der Persönlichkeit. Paderborn: Junfermann.
Koopmans, M. (2006): Coachend leiderschap. Zaltbommel: Thema.
Ofman, D. (2005): Qualität und Inspiration. Zugangswege zur Kreativität. Hamborn: WiKu-Verlag.
Robbins, A. (2004): Grenzenlose Energie – Das Powerprinzip: Wie Sie Ihre persönlichen Schwächen in positive Energie verwandeln. Berlin: Ullstein.
Schilder, B. (2003): Hoe zal ik het zeggen? Over lastige gesprekken op het werk. Zaltbommel: Thema.
Schulz von Thun, F. (2008): Miteinander reden. Störungen und Klärungen. Reinbek: Rowohlt.
Stone; H. & Stone, S. (1994): Du bist viele. Das 100fache Selbst und seine Entdeckung durch die Voice-Dialogue-Methode. München: Heyne.
Stone; H. & Stone, S. (1997): Abenteuer Liebe. Lebendige Partnerschaft. München: Kösel.
Stone; H. & Stone, S. (1997): Du bist richtig. Mit der Voice-Dialogue-Methode den inneren Kritiker zum Freund gewinnen. München: Heyne.
Marieta Koopmans
Feedback:
Kritik äußern – Kritik annehmen
Halten Sie mit Kritik an anderen manchmal hinterm Berg? Macht es für Sie einen Unterschied, ob Sie etwas an einem Mitarbeiter, einem Kollegen oder vielleicht am Chef zu bemängeln haben? Und: Geben Sie eher selten positives Feedback? Viele Menschen dürften diese Fragen mit Ja beantworten, denn der Umgang mit Feedback ist oft eine heikle Angelegenheit. Nicht immer wird so klar und offen kommuniziert, wie es eigentlich wünschenswert und nötig wäre.
In diesem Buch geht es darum, zu hören, was andere uns zu sagen haben – und Kritik so zu äußern, dass andere uns wirklich zuhören. Sie erfahren, wie Sie andere unmissverständlich kritisieren können, ohne sie zu verletzen oder zu kränken. Außerdem erfahren Sie etwas über die Ängste und Emotionen, die dabei eine Rolle spielen.
Marieta Koopmans ist Sozialpsychologin und in ihrem eigenen Beratungsunternehmen C’enter als Organisationsentwicklerin und Coach tätig. Für das Erwachsenen-Bildungsinstitut Schouten & Nelissen gibt sie regelmäßig Workshops für Führungskräfte.
Ich widme dieses Buch meinen Kindern Eva und Jan.
Von ihnen habe ich viel über mich selbst gelernt, über meine Empfindlichkeiten,
meine Grenzen, meine Fallstricke und Allergien. Und ich lerne immer noch von ihnen.
Copyright: © der deutschen Ausgabe: Junfermann Verlag, Paderborn 2016
Copyright: © der Originalausgabe: Thema, Zaltbommel 2007
Originaltitel: Feedback. Commentaar geven en ontvangen
Übersetzung: Waltraud Heitzer-Gores
Coverfoto: © weerapat1003 – Fotolia
Covergestaltung / Reihenlayout: Christian Tschepp
Satz: Peter Marwitz, Kiel (etherial.de)
Alle Rechte vorbehalten.
Erscheinungsdatum dieser eBook-Ausgabe: 2016
Digitalisierung: JUNFERMANN Druck & Service, Paderborn
ISBN der Printausgabe: 978-3-95571-424-6
ISBN dieses E-Books: 978-3-95571-516-8 (EPUB), 978-3-95571-517-5 (MOBI), 978-3-95571-518-2 (PDF).
Die erste Version dieses Buches verfasste ich 1993, damals in Zusammenarbeit mit dem Politologen und Kommunikationsexperten Coen Dirkx, unter dem Titel Luister en huiver1. 1996 erschien das Buch in einer ersten überarbeiteten Fassung, bereits unter dem heutigen Titel Feedback. 2007, also 14 Jahre nach seinem ersten Erscheinen, habe ich das Buch erneut aktualisiert.
Kritik zu üben an allem, was im eigenen Land oder in der Welt nicht gut läuft, oder zu beklagen, was es alles an Missständen in der Regierung oder im Management von Unternehmen und Institutionen gibt, ist nicht schwer. Schließlich herrscht Meinungsfreiheit und so können wir zu allem und jedem unseren Kommentar abgeben. Wenn wir aber unsere Kritik ganz persönlich äußern sollen, liegt die Sache anders. Manche trauen es sich gar nicht zu, andere haben wiederum keine Scheu und laufen Gefahr, in eine aggressive Tonlage zu fallen. Möglicherweise haben wir Angst, andere zu kränken, oder es ist uns völlig egal, was andere von unserer Kritik halten. Dieses Buch beschäftigt sich mit dem Geben und Annehmen von Kritik, mit der Angst und den Emotionen, die damit verbunden sind und fragt, wie wir auf unmissverständliche Weise Kritik üben können, ohne andere Menschen mit unseren Bewertungen zu verletzen oder abzuwerten.
Kapitel 1 beginnt mit einer Selbstanalyse. Wie ist es bei mir selbst mit dem Äußern und Entgegennehmen von Kritik und Feedback bestellt? Kapitel 2 beschäftigt sich mit einigen Themen aus der Kommunikationslehre, damit wir die verschiedenen Aspekte einer Botschaft unterscheiden und berücksichtigen lernen. Die Kapitel 3 und 4 untersuchen die Voraussetzungen, die beim Geben und Empfangen von Feedback gelten und präsentieren einige Regeln, an denen wir uns orientieren können. Kapitel 5 handelt von persönlichen Erfahrungen und gibt Antwort auf die Frage, wie es kommt, dass Feedback uns manchmal betroffen macht, und warum wir manchmal zum Gegenangriff übergehen oder uns verteidigen. Im 6. Kapitel geht es um Emotionen, die es uns schwer machen, mit Feedback produktiv umzugehen. Kapitel 7 setzt sich mit der Frage auseinander, was Feedback mit persönlichem Wachstum zu tun hat. Wir wollen dabei intensiver auf unsere Emotionen eingehen und uns ansehen, wie wir durch persönliche Weiterentwicklung effektiver mit Feedback umgehen können.
In Kapitel 8 wird es schließlich um die verschiedenen Einsatzbereiche von Feedback gehen, wie zum Beispiel das Mitarbeitergespräch oder das Disziplinargespräch. Außerdem wollen wir erkunden, welcher Umgang mit Widerständen und Beschwerden sinnvoll ist. Verschiedene Fallbeispiele sollen die theoretischen Überlegungen praktisch verdeutlichen.
1 Auf Deutsch etwa: „Man höre und staune“.
Feedback geben heißt, einer anderen Person eine Rückmeldung zu geben. Die Rückmeldung kann verschiedene Bereiche betreffen. Sie können Ihrem Gegenüber die Rückmeldung geben, was Sie von seiner Arbeitsleistung halten. Sie können ihm auch mitteilen, wie sein Verhalten auf andere wirkt und wahrgenommen wird. Da es beim Feedbackgeben auch immer darum geht, wie das Verhalten auf Sie, den Feedbackgeber wirkt, sagt Feedback meistens genauso viel über Sie selbst wie über den Feedbacknehmer aus.
Wenn Sie Feedback bekommen, heißt das: Jemand andes sagt Ihnen, wie er Ihr Verhalten erlebt und empfindet. Diese Information brauchen Sie, um sicher sein zu können, dass beim anderen etwas so angekommen ist, wie Sie es beabsichtigten. Durch Feedback – erhaltenes wie erbetenes – vergrößert sich Ihre Selbsterkenntnis.
Jeder Mensch verfügt über ein gewisses Maß an Selbsterkenntnis. Auch anderen Menschen in unserem Umfeld ist dieses Wissen über uns selbst teilweise bekannt. Daneben gibt es jedoch Bereiche in unserem Verhalten, die uns selbst unbekannt sind, die aber, zum Teil, andere Menschen wahrnehmen. Die folgende Tabelle veranschaulicht dies:
Abbildung 1: Das Johari-Fenster: bekannte und unbekannte Bereiche des Verhaltens
Im Bereich des freien Handelns finden wir Verhaltensweisen, die wir bewusst einsetzen können und die andere uns gegenüber offen ansprechen. Es sind diejenigen Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen, die uns selbst und den anderen bekannt sind. Der blinde Fleck meint den Teil des eigenen Verhaltens, bei dem uns die Wirkung auf andere oft unklar ist. Der verborgene Bereich heißt so, weil damit Verhaltensweisen, Gedanken und Gefühle gemeint sind, die wir nur einigen, wenigen Menschen offenbaren oder gänzlich vor anderen verbergen. Das unbekannte Selbst schließlich wird auch das Unbewusste genannt. Diesen Bereich können wir nur mithilfe von Therapeuten, Psychologen und anderen Beratern erschließen und damit neue Aspekte unseres Selbst entdecken.
Ihren Bereich B – den blinden Fleck – können Sie verkleinern, indem Sie andere um konkretes Feedback über Ihr Verhalten bitten, indem Sie z.B. fragen, wie bestimmte Verhaltensweisen auf andere wirken. Auch ohne Nachfrage könnten Sie eine derartige Rückmeldung bekommen, aber dann wäre sie weniger explizit. Das heißt, Sie müssten selbst noch vieles interpretieren, und damit würden Sie das Risiko eingehen, falsche Schlussfolgerungen zu ziehen. Wenn Sie mehr darüber herausfinden, wie andere Menschen Ihr Verhalten wahrnehmen, wird Ihr blinder Fleck kleiner. Umgekehrt gilt: Je kleiner Ihr blinder Fleck ist, desto besser sind Sie sich der Wirkung Ihres Verhaltens auf andere bewusst und desto effektiver können Sie als Führungskraft oder als Mitarbeiter agieren. Bitten Sie deshalb nicht nur um Informationen zu Bereichen, in denen Sie Defizite haben, sondern auch über Ihre Stärken. Feedback dieser Art ist immer subjektiv. Unterschiedliche Menschen geben unterschiedliches Feedback. Das ist auch logisch, denn ein- und dasselbe Verhalten wirkt auf jeden Menschen anders.
Wenn wir um Feedback bitten und wenn wir Feedback bekommen, haben wir Gelegenheit, unseren Bereich B zu verkleinern. Entsprechend größer wird dann der Bereich des freien Handelns, Bereich A. Eine Verkleinerung des Bereichs C – des verborgenen Bereichs – können Sie durch mehr Offenheit herbeiführen. Wenn Sie mehr über sich selbst preisgeben, über Ihre Auffassungen, Standpunkte und Gefühle, hat Ihr Gegenüber die Chance, ein vollständigeres Bild zu erhalten. Der verborgene Bereich wird so verkleinert, der Bereich A entsprechend vergrößert. Ist der Bereich des freien Handelns2 großzügig bemessen, ergeben sich daraus andere Qualitäten von Beziehungen und es kann entsprechend produktiver gehandelt werden, beruflich wie privat. Warum? Es gibt weniger Anlass für Interpretationen, Absichten sind besser zu erkennen und es kommt nicht mehr so oft zu Missverständnissen.
Wenn wir Feedback nutzen wollen, um Bereich B zu verkleinern, müssen wir jedoch einige Voraussetzungen und Regeln beachten. Zunächst muss der Empfänger das Feedback überhaupt wollen. Nicht erbetene Rückmeldungen, mit dem Ziel, die Selbsterkenntnis zu vergrößern, funktionieren im Allgemeinen nicht. Und es muss eine Atmosphäre des gegenseitigen Vertrauens zwischen Feedbackgeber und Feedbackempfänger vorhanden sein. In den Kapiteln 3 und 4 (Regeln für das Geben von Feedback und Regeln für das Empfangen von Feedback) wollen wir uns diese Voraussetzungen näher ansehen.
In jedem Unternehmen, in jeder Institution ist es etwas ganz Alltägliches, Feedback zu geben und Feedback zu bekommen, aber …
Mit diesem Buch möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf diese Fragen lenken und lade Sie ein, über die Schwierigkeiten nachzudenken, auf die Sie stoßen, wenn Sie Feedback geben oder erhalten. So können Sie sich Ihr Verhalten bewusst machen und bei Bedarf eventuell für Veränderung sorgen.
Die folgende Checkliste ermöglicht es Ihnen, sich Klarheit darüber zu verschaffen, welche Haltung Sie momentan zum Thema Feedback haben und wie es um Ihre derzeitigen Fähigkeiten in Bezug auf Feedback bestellt ist. Lassen Sie sich ruhig etwas Zeit.
Beantworten Sie die folgenden Aussagen mit „stimmt“ oder „stimmt nicht“. Seien Sie ehrlich: Es geht schließlich um Sie selbst und es gibt keine richtigen oder falschen Antworten.
Die folgenden Fragen vermitteln Ihnen einen Einblick in Ihre Fähigkeiten und Ihre Haltung in Bezug auf das Geben und Empfangen von Feedback.
Feedback geben |
Stimmt |
Stimmt nicht |
1. Wenn es irgendwie geht, vermeide ich es, Feedback zum Verhalten anderer zu geben. |
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2. Ich vermeide negative Kommentare, seit ich gemerkt habe, dass andere das nicht gerne hören. |
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3. Wenn ich Feedback zum Verhalten anderer gebe, vergleiche ich nach Möglichkeit ihr Verhalten mit dem anderer Menschen. |
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4. Anderen gelegentlich auf die „ Schulter zu klopfen“ fällt mir schwer, denn ich könnte sie damit in Verlegenheit bringen. |
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5. Ich gebe eher Feedback zur Person, nicht so sehr zum Verhalten oder zu einer bestimmten Handlung. |
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6. Feedback zu geben ist in meinen Augen wichtiger als Feedback zu empfangen. |
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7. Wenn ich Feedback gebe, achte ich nicht darauf, ob mein Gegenüber empfindlich darauf reagiert oder überhaupt empfänglich dafür ist. |
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8. Wenn etwas vorgefallen ist, gebe ich meistens erst mit zeitlichem Abstand Feedback. |
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9. Ich gebe fast nur dann Feedback, wenn ich mich über etwas geärgert habe oder wütend bin. |
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10. Wenn ich Feedback gegeben habe, mache ich mir anschließend keine Gedanken darüber, ob der andere mich auch richtig verstanden hat (einem vernünftigen Menschen genügt schließlich eine Andeutung). |
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11. Ich finde es wichtiger, Fehler aufzuzeigen als nach Möglichkeiten zur Verbesserung zu suchen. |
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12. Ich gebe oft Feedback, ohne über meinen weiteren Kontakt zu der jeweiligen Person nachzudenken. |
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13. Ich gebe grundsätzlich kein negatives Feedback, schließlich mache ich auch Fehler. |
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14. Positives Feedback ist meine Sache nicht, das kommt mir wie Einschleimen vor und das möchte ich nicht. |
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15. Ich gebe kein negatives Feedback, denn wer weiß, welche Folgen das für mich haben kann. Vielleicht ist der andere dann darauf aus, es mir heimzuzahlen. |
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Feedback empfangen |
Stimmt |
Stimmt nicht |
1. Ich bekomme selten oder nie Komplimente von anderen. |
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2. Wenn ich in Bezug auf meine Arbeit kritisiert werde, mache ich lieber weiter. Ich unterbreche das, was ich gerade tue nicht, um gut zuzuhören. |
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3. Oft reicht mir schon eine Andeutung, und ich weiß, worum es geht. |
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4. Ich neige dazu, andere zu unterbrechen, wenn sie auf mein Feedback reagieren. |
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5. Wenn mir verschiedene Dinge gesagt werden, reagiere ich immer auf die negativsten. |
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6. Komplimente halte ich oft für übertrieben. |
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7. Ich muss zugeben, dass ich Kritik oft als persönlichen Angriff empfinde. |
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8. Ich weiß oft nicht, wie ich mich verhalten soll, wenn ich positives Feedback bekomme. |
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9. Es macht für mich keinen Unterschied, ob ein Kollege oder mein Vorgesetzter meine Arbeit kritisiert. |
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10. Bekomme ich Feedback zu meiner Arbeitsweise, fällt es mir schwer, meinen Ärger oder meine Angst zurückzuhalten. |
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11. Wenn ich Feedback zu meinem Verhalten bekomme, zweifle ich regelmäßig an den Motiven des Feedbackgebers. |
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12. Ich brauche kein Feedback, um etwas zu lernen. |
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13. Wenn ich negatives Feedback bekomme, fühle ich mich richtig unsicher und es geht mir schlecht dabei. |
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14. Bei negativem Feedback denke ich mir schnell: Der hat schlechte Laune oder er will mir etwas heimzahlen. |
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15. Bei positivem Feedback denke ich mir, der andere möchte sich eben gut mit mir stellen. |
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Ihre Antworten ermöglichen Ihnen mehr Einsicht in Ihre Haltung zum Thema Feedback. Außerdem erfahren Sie etwas über Ihre Kompetenzen beim Geben und Nehmen von Feedback. Im Idealfall hätten Sie bei allen Aussagen mit „stimmt nicht“ geantwortet. Und wie sieht das Ergebnis bei Ihnen aus? Welche Aspekte sind gut und was wäre in Ihren Augen verbesserungswürdig?
ÜBUNG
Was läuft gut beim Feedbackgeben?
Was ist verbesserungswürdig?
Was läuft gut beim Feedbacknehmen?
Was ist verbesserungswürdig?
Was möchten Sie in Bezug auf das Nehmen und Geben von Feedback verbessern? Formulieren Sie Ziele für sich, im Berufs- oder auch Privatleben. Beschäftigen Sie sich dann in den kommenden Wochen regelmäßig mit Ihren Zielen.
Ich möchte lernen, besser
In diesem Buch finden Sie Möglichkeiten, ineffektives oder unerwünschtes Verhalten zu beeinflussen (wenn Sie das denn wollen). Anhand zahlreicher Fallbeispiele aus Unternehmen oder Institutionen wird herausgestellt, welche Bedeutung Feedback zukommt. Sie finden in diesem Buch viele praktische Anregungen für einen bewussteren Umgang mit Feedback. In diesem Zusammenhang ist es wichtig und hilfreich, herauszufinden, was Ihre persönlichen Stolpersteine sind und wo es für Sie Hindernisse gibt, Feedback zu geben und zu empfangen.
ÜBUNG
Nehmen Sie sich vor, für einige Wochen jeden Tag besonders auf Feedback zu achten: Feedback, das Sie geben und Feedback, das Sie erhalten. Setzen Sie sich ganz bewusst mit den entsprechenden Momenten auseinander. Richten Sie dabei Ihren Blick besonders auf die Verbesserungen, die Sie sich diesbezüglich wünschen.
Von welcher Art von Feedback haben Sie in der letzten Zeit etwas gelernt?
Feedback zu Ihnen selbst / zu Ihnen als Person:
Feedback zu den Ergebnissen Ihrer Arbeit:
Feedback zu Ihren Beziehungen zu anderen Menschen:
Feedback zu Ihrem Verhalten:
Feedback über andere:
2 In manchen Versionen des Johari-Fensters heißt dieser Bereich auch „öffentliche Person“. Anm.d.Verl.
Stellen Sie sich folgende Situation vor:
Sie haben eine leitende Position in einem Betrieb. Eines Morgens betreten Sie die Kantine und merken, dass irgendetwas nicht stimmt. Harry, einer Ihrer Mitarbeiter, gibt vor einigen Kollegen gerade eine haargenaue Imitation Ihres Verhaltens bei der letzten Versammlung zum Besten. Alle Beteiligten brüllen vor Lachen.
Was denken Sie in diesem Moment?
Was fühlen Sie in so einem Moment?
Wie reagieren Sie auf die Situation? Was machen Sie?
Je nachdem, wie Sie Harrys Darbietung interpretieren, könnten Sie vielleicht Folgendes tun: